Der Kalender visualisiert das Jahr als Farbspektrum. Die eingesetzten Farben bewegen sich in einem dreidimensionalen Raum. Die für Mitteleuropäer als typisch empfundenen Farben der Jahreszeiten werden mathematisch abgebildet. Jedem Tag des Kalenderjahres ist genau eine sich nicht wiederholende Farbe aus dem RGB-Farbraum zugeordnet. Auf jedem der 53 Kalenderblätter sind alle 365 Tage abgebildet. Ein Kalenderblatt steht für eine Kalenderwoche. Die Tage einer Kalenderwoche sind prominent dargestellt und mit numerischen RGB-Farbwerten versehen. Die geometrische Grundform der Farbflächen, die für diese Tage stehen, verändern sich jeden Monatsanfang, vom Kreis zum Quadrat und umgekehrt. Auf der äußeren Kreisbahn der zweidimensionalen Darstellung des RGB-Farbraumes lassen sich chronologisch korrekt die als typisch empfundenen Farben der mitteleuropäischen Jahreszeiten ablesen. Diese zufällige Analogie ist die Basis für die Bestimmung aller anderen Farbwerte. Der RGB-Farbraum als Würfel dargestellt (kartesisches Koordinatensystem) ermöglicht die Bestimmung aller Farbwerte durch sich wiederholende Fächer-Strukturen. Die monatlich wiederkehrenden Staffelungen im dreidimensionalen Raum folgen dem Wochen-Rhythmus und ergeben nicht-lineare Farbverschiebungen. Im Ergebnis kommen in einer Zeitzone mit vorwiegend blauem Farbklima eben auch rötliche Farben vor. Erreicht werden deutliche Farbverschiebungen jeweils zu Beginn eines Monats und einer Woche, weniger deutliche und lineare für jeden einzelnen Tag einer Kalenderwoche. Das dominierende Stilmittel des Kalenders ist die Verwendung von Farben. Andere Gestaltungsparameter sind reduziert eingesetzt. Flächen sind auf die geometrischen Grundformen Quadrat und Kreis beschränkt. Das DINA4-Format als das gewöhnlichstes Format richtet den Fokus des Betrachters auf die Gestaltung. Günstiges Laserdruck-Papier und eine Leimbindung an der kurzen Seite ermöglicht das heraustrennen der einzelnen Kalenderwochen und macht das beschreibbare Blatt zum Gebrauchsgegenstand.